Johanniter Auslandhilfe

Mit über 200 Landes-, Regional-, Kreis- und Ortsverbänden ist die Johanniter-Unfall-Hilfe in Deutschland vertreten. Der Bundesverband engagiert sich im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben im Inland auch in der humanitären Hilfe im Ausland.

Aufbauend auf der medizinischen Kernkompetenz der Johanniter-Unfall-Hilfe im Inland sind die zentralen Aufgaben der Johanniter-Auslandshilfe medizinische Soforthilfe nach Katastrophen, Unterstützung bei der Wiederherstellung des zivilen Alltagslebens in Krisengebieten, Aufbau von Gesundheitsdiensten, medizinische Aus- und Fortbildung, die Bekämpfung von Infektionskrankheiten und Seuchen und orthopädische Hilfe für Behinderte und Kriegsverletzte. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Grundversorgung der Menschen in Katastrophengebieten und besonders benachteiligten Regionen der Welt.

Für die medizinische Soforthilfe im Ausland haben die Johanniter spezielle Zentren aufgebaut: Die Melde- und Informationszentrale in Köln verfolgt weltweite Schadenslagen und alarmiert die Zentrale in Berlin. Das Logistikzentrum in Hamburg sowie das Personalzentrum in Donauwörth gewährleisten nach Katastrophen im Ausland jederzeit einen schnellen und effektiven Einsatz. Während das Logistikzentrum die benötigte medizinische und technische Ausstattung vorhält, kann das Personalzentrum auf Einsatzteams ehrenamtlicher Helfer zurück greifen, welche im Einsatzfall kurzfristig ausreisen können. Unterstützt werden die Zentren von qualifizierten ehrenamtlichen Helfern aus den Landesverbänden der Johanniter-Unfall-Hilfe.


Mitarbeit bei den Johannitern

Mitarbeitsmöglichkeiten bei der Johanniter-Auslandshilfe gibt es z.B. für Rettungsassistenten, Logistiker, Techniker und Ärzte. Voraussetzungen für die ehrenamtliche Mitarbeit sind fachliche und soziale Kompetenz, gute Englischkenntnisse, physische und psychische Fitness (Tropentauglichkeit gemäß) und Auslandserfahrung. 

Die Soforthilfe im Katastrophenfall besteht aus der Erkundung der Schadenslage (Assessment), medizinischer Versorgung durch Medical Emergency Rescue Teams (MERT), Rettungshundeteams, logistische Unterstützung im In- und Ausland und natürlich auch Einsatznachsorge. Die Soforthilfeeinsätze sind zeitlich begrenzt und umfassen in der Regel eine Einsatzdauer von 1-4 Wochen.

Wer bei den Johannitern mitarbeiten will, muss Mitglied in einem Landesverband sein. Seit dem Jahr 2003 werden an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz -AKNZ- (früher Katastrophenschutzschule des Bundes) in Bad-Neuenahr / Ahrweiler Lehrgänge für Einsätze von Helferinnen und Helfern im Bereich der Humanitären Hilfe angeboten. Inhalte sind u.a. Zivil-militärische Zusammenarbeit im Ausland, Humanitäre Hilfe bei Katastrophen und Konflikten - Grundlagen für Entscheider und Projektverantwortliche, Humanitäres Völkerrecht, Safety and Security im Auslandseinsatz. Die Teilnahme an den Lehrgängen sowie die Unterbringung und Verpflegung während der Lehrgangsdauer sind kostenfrei. Daneben bieten die Johanniter weitere Ausbildungsveranstaltungen für interessierte Helfer der Soforthilfe an.

Derzeit bauen die Johanniter eine Personaldatenbank für ehrenamtliche Helfer auf. Menschen, die motiviert, einsatzfreudig, qualifiziert und bereit sind, in professionellen Strukturen und unter herausfordernden Arbeitsbedingungen Verantwortung zu übernehmen können sich dort registrieren lassen.


Weitere Informationen:

Weltweit aktiv! Infobroschüre zur Johanniter-Auslandshilfe

Internet: Die Johanniter-Auslandshilfe


Kontakt:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.  
Personalzentrum                                         
Pestalozzistraße 2
86609 Donauwörth

Tel.: 0160 94755094
Fax: 0906/70 65 025 
E-Mail: aez-sued@juh-bayern.de